Die Elbtischler – Wir sind kommmitmenschen

Gemeinsam gewinnen

Arbeit braucht Sinn, muss Freude bereiten und Raum lassen für Ideen und Wünsche. Das verstehen die Tischler Boris Breiding und Florian von Tschammer unter einem gesunden Betriebsklima. Ihr Credo: Vertrauen schafft Spaß, schafft Qualität.

Florian von Tschammer und Boris Breiding – Geschäftsführer

Wohlfühlen als Unternehmensziel

Schlafpodeste und Bewegungslandschaften, Essinseln und Wickeltische – seit zehn Jahren spezialisiert sich der Handwerksbetrieb Elbtischler aus Hamburg unter anderem auf den Ausbau von Kindertagesstätten. Nicht nur die Kinder sollen sich darin wohlfühlen. Auch jene Handwerker, die die ökologischen Holzmöbel erschaffen, sollen das in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre tun. Dafür stehen die Gründer und Geschäftsführer Boris Breiding und Florian von Tschammer mit ihrem Mitgliedsbetrieb der Berufsgenossenschaft Holz und Metall ein.

Seit Firmengründung im Jahr 2004 orientieren die beiden sich an ihrem Leitbild, dass zufriedene Beschäftigte auch zufriedene Kunden schaffen. „Soziales Miteinander ist ein Schlüssel für den Erfolg unseres Betriebs“, sagt Boris Breiding. „Deshalb wollen wir eine freundliche Tischlerei sein.“

Wir können uns darauf verlassen, dass unsere Beschäftigten wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen. Das ist ein großes Glück für uns alle.

Gelebte Vielfalt

Das Team der Elbtischler, das inzwischen 18 Beschäftigte zählt, ist eine bunt gemischte Truppe. Unter anderem bietet der Betrieb auch Flüchtlingen immer wieder Praktikumsplätze an. Im vergangenen Sommer haben die Chefs einen Praktikanten aus dem Südsudan als Azubi übernommen – auch wenn ihm die schulische Ausbildung schon wegen der Sprachhürden schwerfällt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben ihm Nachhilfe, nehmen ihn mit zu Aktivitäten und sind für Fragen immer offen“, sagt Florian von Tschammer. Auch als die Tischlerei im vergangenen Jahr mithalf, eine ehrenamtlich organisierte Kita für geflüchtete Kinder einzurichten, waren alle mit großem Eifer dabei. „Das macht mich schon ein wenig stolz“, sagt von Tschammer. Zugleich ist der Unternehmer sicher, dass alle gemeinsam davon profitieren: „Das Bewusstsein für das Schicksal der Flüchtlinge hat uns allen eine ganz neue Blickweise auf das Thema eröffnet.“

Die Elbtischler im Teamgespräch

Wir wollen nicht nur unser Handwerk beherrschen, sondern auch zu sozialen und ökologischen Fragen Stellung beziehen. Das ist wichtig für unseren gemeinsamen Erfolg.

Teammitglieder der Elbtischler bei der Projektplanung

Mit Herz und Verstand

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Werkstatt der Elbtischler gemeinsam gestaltet und organisiert. Sie konnten mitreden bei der Anschaffung höhenverstellbarer Arbeitstische, des modernen Gehörschutzes und der funktionalen Arbeitskleidung. „Wir legen Wert darauf, dass es allen gut geht“, sagt Boris Breiding. Um herauszufinden, wo der Schuh drückt, haben die Chefs im vergangenen Jahr eine Mitarbeiterbefragung zur Arbeitsbelastung gestartet. Vier Mal im Jahr gibt es Betriebssitzungen, in denen alle sagen können, was ihnen auf dem Herzen liegt. „Für Themen, die besonders relevant sind, haben wir ein Ampelsystem entwickelt: Rot bedeutet, dass wir Arbeitsgruppen bilden, die Vorschläge für Verbesserungen erarbeiten.“ Das, sagt Breiding, habe die Kommunikation untereinander noch einmal verbessert – und das Betriebsklima dazu.

Der Ton macht die Musik

Die Elbtischler verstehen sich als eingeschworene Gemeinschaft. Alle duzen sich, viele sind privat befreundet. „Es gibt aber auch strikte Anweisungen“, sagt Geschäftsführer Florian von Tschammer. „Beides ist gleich wichtig für ein gutes Team.“

Tipp 1: Teamgeist wecken; Tipp 2: Offenes Ohr wirkt Wunder; Tipp 3: Respektvoll miteinander umgehen