Annett Firla – Ich bin kommmitmensch

Gemeinsam zum Erfolg

Anett Firla hat acht Jahre lang auf der größten Theaterbühne der Welt im Berliner Friedrichstadt-Palast getanzt. Heute agiert sie hinter den Kulissen und kümmert sich darum, dass die Belegschaft sicher und gesund arbeitet. Sie weiß: Der Bereich Sicherheit und Gesundheit betrifft alle – sowohl Führungskräfte als auch die Beschäftigten.

Anett Firla und Verry Roi bei der Arbeit im Friedrichstadt-Palast

Sichere Strategie

Wer einen Abend im Berliner Friedrichstadt-Palast verbringt, bekommt Außergewöhnliches geboten: Akrobatinnen und Akrobaten schwingen in zehn Metern Höhe, ihre Füße lediglich in Tücher geschlungen. Die Bühnenchoreografien sind bis in die letzte Bewegung ausgefeilt, hier sitzt jeder Schritt. Das 100-köpfige Ensemble trägt extravagante Kostüme, die Star-Designer Jean Paul Gaultier eigens entworfen hat. Für viele Touristinnen und Touristen gehört die Show zum Pflichtprogramm während ihres Hauptstadtbesuchs – denn sie holt Las Vegas mitten nach Berlin.

Hinter solch einer Show steckt harte Arbeit. Nicht nur für die Tänzerinnen und Tänzer – auch hinter den Kulissen kümmern sich 280 Beschäftigte darum, dass alles glattläuft. Sie bauen die Bühne auf, schneidern Kostüme, verkaufen Tickets an der Show-Kasse. Eine besondere Rolle spielt dabei Anett Firla: Sie ist Assistentin der Technischen Verwaltung und beschäftigt sich mit den Themen Sicherheit und Gesundheit.

Damit alle gesund bleiben, hat der Friedrichstadt-Palast den Bereich Sicherheit und Gesundheit als Führungsaufgabe verortet. Die Führungskräfte sind sich einig: Es lohnt sich, in die Sicherheit und Gesundheit der Belegschaft zu investieren. Deshalb gehören diese Themen zur Strategie des Unternehmens und sind sogar in den Leitlinien verankert. „Das Thema Sicherheit bei der Arbeit wird bei uns ganz groß geschrieben“, sagt Firla. Das liegt unter anderem daran, dass die Geschäftsführung voll dahintersteht.

Wir verdanken Anett Firla sehr viel. Sie erfüllt das Thema Sicherheit und Gesundheit mit Leidenschaft. Natürlich braucht es auch den Kopf, der sagt: ,Ich will das und die Ressourcen sind da.‘

Von Anfang an mitgedacht

Schon parallel zur neuen VIVID Grand Show, die ab Herbst auf dem Programm steht, entwickelt der Friedrichstadt-Palast das Sicherheitskonzept zu der Aufführung. Hier spielt die Gefährdungsbeurteilung eine wichtige Rolle: Denn eine neue Show führt auch zu veränderten Abläufen hinter der Bühne und damit zu neuen Gefahrenquellen. Mithilfe der Gefährdungsbeurteilung werden die Arbeitsbedingungen analysiert und notwendige Maßnahmen veranlasst. Ziel ist es, eine spektakuläre und sichere Show für alle Beschäftigten und Besucher zu gewährleisten. Für Intendant Dr. Berndt Schmidt ist es wichtig, das komplexe Thema in einzelne Bereiche zu zerlegen: „Wir gehen die einzelnen Themen gezielt an, um Probleme zu identifizieren und zu lösen.“

Unterstützt werden Schmidt und Firla dabei von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt. Auch im Arbeitsschutzausschuss, dem Firla vorsitzt, beraten die Mitglieder über diese Themen und besprechen Lösungen. Es ist wichtig, dass alle konstant an einem sicheren und gesunden Arbeitsumfeld arbeiten: „Sicherheitskonzepte müssen nicht nur einmal funktionieren, sondern 500-mal am Stück“, sagt Intendant Schmidt.

Anett Firla und Verry Roi bei der Arbeit im Friedrichstadt-Palast

Der Friedrichstadt-Palast, das war für mich immer ein großer Traum. Du kommst hinein und bist einfach in einer anderen Welt.

Anett Firla vor Kostümen

Immer etwas zu tun

Sicherheit und Gesundheit sind im Friedrichstadt-Palast eine ganzheitliche Aufgabe, an der nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Belegschaft beteiligt ist. Für Schmidt ist es besonders wichtig, dass die Führungsebene keine einsamen Entscheidungen trifft, sondern das Thema Sicherheit im Bewusstsein der Belegschaft verankert. Ziel ist es, sicheres und gesundes Arbeiten für jeden Beschäftigten zur Selbstverständlichkeit zu machen. Dabei gehen die Führungskräfte mit gutem Beispiel voran. Und das prägt letztlich die Unternehmenskultur. Firla etwa arbeitet eng mit ihren Vorgesetzten zusammen, tauscht sich über mögliche Gefahrenquellen aus und gibt ihr Wissen dann an die Belegschaft weiter.

Das Engagement für Sicherheit und Gesundheit ist fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Bereits das Bühnenbild mit seinen großen und schweren Kulissenteilen bringt zahlreiche Sicherheitsherausforderungen mit sich. Damit sich niemand beim Tragen und Schieben verletzt, hat Firla ein Rückencoaching bei der Unfallkasse Berlin angeregt: Der Rückentrainer geht gemeinsam mit den Bühnentechnikerinnen und Bühnentechnikern die Abläufe durch und zeigt ihnen, wie sie die schweren Kulissen sicher und gesund tragen können – denn viele einzelne Maßnahmen führen in der Summe zum Erfolg.

Strategische Werte

Der Berliner Friedrichstadt-Palast sorgt dafür, dass die Belegschaft sicher und gesund arbeiten kann – mit vielfältigen Maßnahmen. Dabei steht Anett Firla als ehemalige Profitänzerin beispielhaft für eine Unternehmenskultur, in der Sicherheit und Gesundheit höchste Priorität haben.

Anett Firla und eine Mitarbeiterin in der Schneiderei

„Weniger Unfälle, glückliche Tänzer“

Im Friedrichstadt-Palast herrscht hohes Tempo – und es wird ständig umgebaut. Anett Firla gibt einen Einblick hinter die Kulissen und zeigt, wie sie hier trotz vieler Baustellen alles sicher im Griff behält.