Christopher Schuldes und Alexander Rapp – Wir sind kommmitmenschen

3. Generation kommmitmensch

„Rücksicht funktioniert in zwei Richtungen, aber um Rücksicht nehmen zu können, muss ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen. Das ist uns hier ein Anliegen“, sagt Christopher Schuldes, der mit 29 Jahren bereits seit zehn Jahren im Familienunternehmen mit 50 Beschäftigten arbeitet.

Schuldes Spedition – Arbeiten auf Augenhöhe

Augenhöhe ist der richtige Abstand

Die kommmitmensch-Kampagne ist noch kein Jahr alt, aber der Gedanke an ein Arbeiten auf Augenhöhe gibt es in der Spedition Schuldes aus Hessen schon viel länger. „Man muss nichts Gutes ändern, wenn es schon gut ist“, meint Christoper Schuldes, der in der dritten Generation im Familienbetrieb arbeitet. Schon Großvater und Vater Schuldes lebten diese Form des Miteinanderarbeitens. „Daher gab es bei uns auch keinen Kulturwandel mit der kommmitmensch Kampagne, dieser Geist der Offenheit war eigentlich schon immer da und daher passen die Kampagne und wir gut zusammen“, so Christopher Schuldes im Interview. Dazu gehört es für ihn, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut zu kennen und sich für deren familiäre und finanzielle Belange zu interessieren. Das geht nur über eine gute Kommunikation. „Wenn wir am Samstag arbeiten, essen wir dann alle gemütlich zusammen und sprechen über Dinge, für die im täglichen Miteinander kaum Zeit ist. Das mag nicht jeder. Ein wirklich guter Mitarbeiter ist gegangen, weil ihm diese Art zu privat war“, bedauert Christopher Schuldes noch heute.

Gab es einen Kulturwandel? – Dieser Geist der Offenheit war eigentlich schon immer da und daher passen die Kampagne und wir gut zusammen.

Offenheit und Vertrauen als Maßstab

„Wir versuchen so gut es geht auch Wünsche zu erfüllen, wenn zum Beispiel jemand in der Familie krank ist, dass es dann einen spontanen Sonderurlaub gibt, da springt dann auch einmal ein Kollege ein, der extra deswegen seinen Urlaub abbricht. Wir brauchen unsere Leute und das wollen wir auch vermitteln“, sagt Christopher Schuldes. Gibt es denn dafür Lob? „Lob gibt es selten, aber wir merken, dass unser Führungsstil ankommt. Bei uns ist eine sehr geringe Fluktuation und ein geringer Krankenstand und manchmal bekommen wir schon gesagt, in dieser Branche verdiene ich zwar nicht so viel, aber ich fühle mich gut aufgehoben“ erklärt Schuldes. Austausch, Offenheit, Vertrauen, das sind keine Schlagworte in dem Familienbetrieb, das ist gelebte Realität. So sitzen meistens Christopher Schuldes, sein Vater, sein Onkel und der Verkehrsleiter zusammen in einem Büro nah an dem Arbeitsplatz der Fahrer, die wissen: Die Türe ist immer offen. Nur wenn Christopher Schuldes ausnahmsweise absolute Ruhe braucht, zieht er sich in sein Einzelbüro zurück. „95 % der Zeit sitzen wir zu viert zusammen, dadurch bekomme ich einfach viel mit“.

Schuldes Spedition – Offenheit und Vertrauen als Maßstab

Wir merken, dass unser Führungsstil ankommt. Bei uns ist eine sehr geringe Fluktuation und ein geringer Krankenstand.

Schuldes Spedition – Wie man sich bettet, so liegt man

Wie man sich bettet, so liegt man

Nicht nur im übertragenen Sinn ist das richtige Liegen ein wichtiges Thema in der Spedition. Christopher Schuldes fährt mit seinen Fahrern und Auszubildenden alle zwei Jahre gemeinsam auf die IAA Nutzfahrzeuge nach Hannover, damit sie gemeinsam überlegen und planen können, wie der Fahrkomfort verbessert werden kann. Es sind die Matratzen, die den Fahrern besonders wichtig sind. Da fiel die Wahl auf die teurere Variante, aber es kommt allen zu Gute. „Die Kollegen fühlen sich ernst genommen, merken, dass ihre Gesundheit uns wichtig ist, sie sitzen ausgeruht am Steuer, es gibt weniger Unfälle und sie werden vielleicht gar nicht erst krank“, so Schuldes.

Die Kollegen fühlen sich ernst genommen, merken, dass ihre Gesundheit uns wichtig ist, sie sitzen ausgeruht am Steuer, es gibt weniger Unfälle und sie werden vielleicht gar nicht erst krank.

Die richtige Betriebstemperatur

Nicht zu heiß und nicht zu kalt, aber wohl temperiert und anständig gekühlt, so sollte das Essen der Fahrer sein, wenn sie unterwegs sind. Für die richtige Ernährung hält Christopher Schuldes‘ Vater, Gerhard Schuldes vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sogar Vorträge. Damit das Wissen aber auch umgesetzt wird, haben sich die Schuldes bei der Ausstattung der Lkw für den größten Kühlschrank entschieden. Fast doppelt so groß wie die Standardmodelle sind sie, da hat dann auch der ganz große Salat noch Platz. Als die Entscheidung Wasserkocher oder Kaffeemaschine anstand, wurden die Fahrer gefragt und es wurde für die Wasserkocher gestimmt. Die Kaffeemaschine gab es dann zusätzlich, so sind die Fahrer unabhängiger von Autobahnraststätten und deren Angebot.

Schuldes Spedition – Die richtige Betriebstemperatur

Respekt schreiben wir groß

Wir können zwar nicht immer alle Wünsche erfüllen, aber wir können aufmerksam mit unseren Leuten umgehen und ihnen immer ein offenes Ohr anbieten“. Dazu gehört es auch die Fahrer zu entlasten, indem in der Spedition die Kundenkontakte übernommen werden. „Manchmal fehlt es am Respekt unseren Leuten gegenüber, da puffern wir viel ab, denn sie haben einen heftigen Job und sollen das machen, wofür sie bezahlt werden, fahren. Und nicht den dritten Anruf beantworten, wie viele Kilometer sie noch vom Ziel entfernt sind. Da schützen wir unsere Fahrer.“